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Eines der Gesetze der Seefahrt lautet: „Vermeide es so lang es geht, einen Passagier Kiel holen zu lassen.“
Das beinhaltet natürlich weitere tiefgehendere Regeln. Die Gastfreundschaft - so könnte man es ausdrücken - ist auch dem Seemann heilig. Seeleute unterstehen damit der Pflicht, Fahrgäste unter allen Umständen und vor allen Gefahren zu beschützen. So geniessen die Passagiere auch das Recht auf die ersten Sitzplätze in den Rettungsbooten (auch dann, wenn keine Seenot vorhanden ist und die Beiboote still verträumt dahinschlummern). Passagiere werden unter Deck geschickt, wenn so eine nasse Seenot aufzieht. Auf dass sie im Trockenen so wenig wie möglich vom Toben da draussen mitbekommen.
Als wäre ein guter Ruf zu verlieren, der durch das hässliche Angesicht der Meeresgewalt beschmutzt würde. Kein Nichtseemann dieser Welt hat also bisher einem Sturm zugesehen. So wir auch nicht.
Nach einigen Runden von Ruboschs gutem Portwein gingen uns die Gesprächsthemen aus. Hatten wir doch seit Anbeginn dieser aufregenden Reise alles zusammen erlebt. Wir versuchten Karten zu spielen. Jedoch kannte keiner von uns ein Kartenspiel. Also erfanden Rubosch und Schalk ein eigenes lustiges Kartenspiel. „Lustiger, als alle anderen.“ betonte Schalk.
Rubosch teilt aus. Drei Karten für mich, zwei für Schalk, eine für sich. Hat einer eine Bubenkarte, ist die Runde von vorneherein gelaufen. Da ist er Gewinner und zieht von jedem Spieler die Karten ein.
Rubosch teilt wieder aus. Diesmal vier für mich, fünf für Schalk und sechs für sich. Wer jetzt ein Damerl oder einen doppelten Pasch vorweisen kann, zieht als Gewinner die Karten ein.
Nochmals gibt Rubosch. Eine für mich, elf für Schalk und keine für sich. Gewinner ist, wer den König hat.
In der vierten Runde bekomme ich zwei, Schalk zwölf und Rubosch eine Karte. Ein Ass oder ein dreifacher Pasch sticht diesmal.
Beim nächsten Austeilen bekomme ich keine, Schalk vier und Rubosch zwölf Karten. Als er sich die elfte Karte austeilen will, ist der Stapel leer.
„Das Spiel scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein.“ Rubosch zählt seine Karten nach.
„Ich schlage eine Regeländerung vor.“ schlägt Schalk vor. „Wir lassen bei einem Stich auch die sogenannte Ergänzende Grosse Strasse zu. Da gewinnt, wer fünf aufeinanderfolgende Karten von der gleichen Farbe hat.“
„Einverstanden.“ sagt Rubosch, ich nicke.
„Gut.“ ruft Schalk. „Ich habe zufällig eine solche Ergänzende Grosse Strasse!“ Er schmeisst sie vor sich und nimmt uns gierig unsere Karten ab.Rubosch wartet mit pokerndem Gesichtsausdruck ab, bis Schalk sich daran macht, die Karten neu auszuteilen. Dann unterbricht er mir Geschrei: „Sie haben das Klopfzeichen vergessen! Wer gewinnt muss dreimal auf die karten klopfen, so lautete die Regel! Sie taten das nicht!“
Wiederwillig gibt Schalk die Karten zurück.
Bevor wir unser Spiel fortsetzen konnten liess uns ein „Alle Mann an Deck!“ hochfahren.
Das beinhaltet natürlich weitere tiefgehendere Regeln. Die Gastfreundschaft - so könnte man es ausdrücken - ist auch dem Seemann heilig. Seeleute unterstehen damit der Pflicht, Fahrgäste unter allen Umständen und vor allen Gefahren zu beschützen. So geniessen die Passagiere auch das Recht auf die ersten Sitzplätze in den Rettungsbooten (auch dann, wenn keine Seenot vorhanden ist und die Beiboote still verträumt dahinschlummern). Passagiere werden unter Deck geschickt, wenn so eine nasse Seenot aufzieht. Auf dass sie im Trockenen so wenig wie möglich vom Toben da draussen mitbekommen.
Als wäre ein guter Ruf zu verlieren, der durch das hässliche Angesicht der Meeresgewalt beschmutzt würde. Kein Nichtseemann dieser Welt hat also bisher einem Sturm zugesehen. So wir auch nicht.
Nach einigen Runden von Ruboschs gutem Portwein gingen uns die Gesprächsthemen aus. Hatten wir doch seit Anbeginn dieser aufregenden Reise alles zusammen erlebt. Wir versuchten Karten zu spielen. Jedoch kannte keiner von uns ein Kartenspiel. Also erfanden Rubosch und Schalk ein eigenes lustiges Kartenspiel. „Lustiger, als alle anderen.“ betonte Schalk.
Rubosch teilt aus. Drei Karten für mich, zwei für Schalk, eine für sich. Hat einer eine Bubenkarte, ist die Runde von vorneherein gelaufen. Da ist er Gewinner und zieht von jedem Spieler die Karten ein.
Rubosch teilt wieder aus. Diesmal vier für mich, fünf für Schalk und sechs für sich. Wer jetzt ein Damerl oder einen doppelten Pasch vorweisen kann, zieht als Gewinner die Karten ein.
Nochmals gibt Rubosch. Eine für mich, elf für Schalk und keine für sich. Gewinner ist, wer den König hat.
In der vierten Runde bekomme ich zwei, Schalk zwölf und Rubosch eine Karte. Ein Ass oder ein dreifacher Pasch sticht diesmal.
Beim nächsten Austeilen bekomme ich keine, Schalk vier und Rubosch zwölf Karten. Als er sich die elfte Karte austeilen will, ist der Stapel leer.
„Das Spiel scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein.“ Rubosch zählt seine Karten nach.
„Ich schlage eine Regeländerung vor.“ schlägt Schalk vor. „Wir lassen bei einem Stich auch die sogenannte Ergänzende Grosse Strasse zu. Da gewinnt, wer fünf aufeinanderfolgende Karten von der gleichen Farbe hat.“
„Einverstanden.“ sagt Rubosch, ich nicke.
„Gut.“ ruft Schalk. „Ich habe zufällig eine solche Ergänzende Grosse Strasse!“ Er schmeisst sie vor sich und nimmt uns gierig unsere Karten ab.Rubosch wartet mit pokerndem Gesichtsausdruck ab, bis Schalk sich daran macht, die Karten neu auszuteilen. Dann unterbricht er mir Geschrei: „Sie haben das Klopfzeichen vergessen! Wer gewinnt muss dreimal auf die karten klopfen, so lautete die Regel! Sie taten das nicht!“
Wiederwillig gibt Schalk die Karten zurück.
Bevor wir unser Spiel fortsetzen konnten liess uns ein „Alle Mann an Deck!“ hochfahren.
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