15
Unter Deck war wieder das Geschrei des Kapitäns zu hören. Er beschwörte, verfluchte den Sturm. Ja, er bettelte ihn sogar an. Er schrei und stöhnte. Seine Stimme ging im Tosen und Donnern des Sturms fast unter. Auf Deck polterte irgendetwas, der Kapitän schrie seine Befehle und schrie wieder - noch lauter - den Sturm an.
Wir versuchten, uns die Situation nicht anmerken zu lassen, konzentrierten uns auf die Karten. Doch es wollte keine rechte Spielfreude aufkommen und wir verloren die Lust.
Ein Scharben am Fussboden. - wir horchten auf. „Ein Gespenst?“ Rubosch griff zum Schiessgewehr. „Eine Krake?“ Schalk hatte das Schmetterlingsnetz bereits in der Hand.
Das Geräusch befand sich direkt unter unseren Füssen und wanderte den Fussboden entlang. Etwas befand sich an der Aussenhülle des Schiffes.
„Der Maat!“ rief Rubosch.
Schalk versuchte Klopfzeichen. Viermal kurz, einmal lang, zwei mal kurz, einmal lang.
„Was heisst das?“ fragte Rubosch. Schalk zuckte mit den Achseln. „Ich habe keine Ahnung. Habe nie das Morsealphabet gelernt.“
Eine Antwort liess uns erneut aufhorchen. Zwei mal lang, drei mal kurz, einmal lang.
Ratlos sahen wir einander an. Zu gern hätten wir gewusst, was der Maat uns vom Kiel aus mitzuteilen hatte.
Der Sturm wurde stärker. Das unsafte Schaukeln war nun zu einem heftigen Zittern geworden, die Gläser und die Flasche mit dem Portwein, die auf dem Tisch in der Kajüte standen vibrierten mit. Das Tosen und Donnern übertönte das verzweifelte Geschrei des Kapitäns.
Schwere Gegenstände, vielleicht Masten oder Kisten, aber auch der eine oder andere Menschenkörper schienen an Deck mit lautem Gepolter hin und her geschleudert zu werden.
„Diesmal scheint er zu verlieren.“ sagte Schalk und wies nach oben.
Rubosch folgte ängstlich seinem Blick. „Wer weiss, wie es dort oben gerade zugeht.“ „Ich möchte jedenfalls nicht dort sein.“ antwortete Schalk.
Prompt wurden seine Worte durch einen dumpfen Schlag gegen die Kajütentür untermalt. Die Tür sprang auf. Ein Matrosel stürzte mit ihr herein. Seine Kleidung war zerfetzt und durchnässt. Ausser Atem und vor Schmerz schreiend kämpfte er sich wieder an Deck. Die Tür blieb offen stehen...
Jetzt bemerkten wir, dass sich der donnernde Geräuschepegel, seitfem die Tür offen stand, verdreifacht hatte. Wasser und Wind spritzten zu uns herein und brachten eine unangenehme Kälte mit. Die Kälte sahen Rubosch und Schalk jedoch nicht. Sie starrten gebannt die offene Tür an, spührten den Hauch des Wahnsinns, der nach ihnen tastete. Doch sie hatten keine Angst. Vielmehr lockte sie das Naturschauspiel. Neugierig näherten sie sich der Tür. Auch das Fauchen des Windes hielt sie in ihrer Entdeckerlust nicht auf. Fest entschlossen, das zu sehen, was noch nie eine Landratte gesehen hatte stiegen sie an Deck.
Wir versuchten, uns die Situation nicht anmerken zu lassen, konzentrierten uns auf die Karten. Doch es wollte keine rechte Spielfreude aufkommen und wir verloren die Lust.
Ein Scharben am Fussboden. - wir horchten auf. „Ein Gespenst?“ Rubosch griff zum Schiessgewehr. „Eine Krake?“ Schalk hatte das Schmetterlingsnetz bereits in der Hand.
Das Geräusch befand sich direkt unter unseren Füssen und wanderte den Fussboden entlang. Etwas befand sich an der Aussenhülle des Schiffes.
„Der Maat!“ rief Rubosch.
Schalk versuchte Klopfzeichen. Viermal kurz, einmal lang, zwei mal kurz, einmal lang.
„Was heisst das?“ fragte Rubosch. Schalk zuckte mit den Achseln. „Ich habe keine Ahnung. Habe nie das Morsealphabet gelernt.“
Eine Antwort liess uns erneut aufhorchen. Zwei mal lang, drei mal kurz, einmal lang.
Ratlos sahen wir einander an. Zu gern hätten wir gewusst, was der Maat uns vom Kiel aus mitzuteilen hatte.
Der Sturm wurde stärker. Das unsafte Schaukeln war nun zu einem heftigen Zittern geworden, die Gläser und die Flasche mit dem Portwein, die auf dem Tisch in der Kajüte standen vibrierten mit. Das Tosen und Donnern übertönte das verzweifelte Geschrei des Kapitäns.
Schwere Gegenstände, vielleicht Masten oder Kisten, aber auch der eine oder andere Menschenkörper schienen an Deck mit lautem Gepolter hin und her geschleudert zu werden.
„Diesmal scheint er zu verlieren.“ sagte Schalk und wies nach oben.
Rubosch folgte ängstlich seinem Blick. „Wer weiss, wie es dort oben gerade zugeht.“ „Ich möchte jedenfalls nicht dort sein.“ antwortete Schalk.
Prompt wurden seine Worte durch einen dumpfen Schlag gegen die Kajütentür untermalt. Die Tür sprang auf. Ein Matrosel stürzte mit ihr herein. Seine Kleidung war zerfetzt und durchnässt. Ausser Atem und vor Schmerz schreiend kämpfte er sich wieder an Deck. Die Tür blieb offen stehen...
Jetzt bemerkten wir, dass sich der donnernde Geräuschepegel, seitfem die Tür offen stand, verdreifacht hatte. Wasser und Wind spritzten zu uns herein und brachten eine unangenehme Kälte mit. Die Kälte sahen Rubosch und Schalk jedoch nicht. Sie starrten gebannt die offene Tür an, spührten den Hauch des Wahnsinns, der nach ihnen tastete. Doch sie hatten keine Angst. Vielmehr lockte sie das Naturschauspiel. Neugierig näherten sie sich der Tür. Auch das Fauchen des Windes hielt sie in ihrer Entdeckerlust nicht auf. Fest entschlossen, das zu sehen, was noch nie eine Landratte gesehen hatte stiegen sie an Deck.
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