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„Man sieht den Eingeborenen ihre Fremdheit gar nicht an.“ bemerkte Rubosch beim Schlendern durch die Innenstadt von Übersee.
„Das ist kein Wunder, lieber Rubosch.“ schmunzelte Schalk. „Sie sind auch nicht fremd.“ Und mit einer Geste, die uns drei hervorhob fuhr er fort. „Wir sind die Fremden in diesem Land.“
Rubosch trat gegen ein Steinchen; es flog ein paar Meter, blieb liegen, bis Rubosch es einholte und erneut trat. „Aber sie sind uns fremd. Also, ich jedenfalls kenne keinen persönlich.“ Er sah jeden einzelnen der Eingeborenen, die immernoch unserem Weg folgten nacheinander an und schüttelte, um seine Aussage zu untermauern kurz den Kopf und trat wieder gegen den Stein. „Aber trotzdem sehen sie nicht fremd aus. Sie sehen tatsächlich so aus, wie wir.“ Wir blieben einen Moment stehen. Die Einheimischen sprachen in ihrer seltsamen Sprache, die wir beim besten Willen nicht verstanden.
Schalk versuchte die Zeichensprache. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten konnten die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden. So war nun dafür gesorgt, dass wir Wasser und frisches Obst bekamen. Mehr war nicht zu erwarten, wir erfuhren weder Namen noch sonst wissenswertes und auch Ruboschs Interesse für kulturelle Unterschiede konnte nicht mit den Einheimischen diskutiert werden.
Während wir weiterliefen schwärmte Rubosch für den Singsang in der Sprache der Eingeborenen und ihr Gefühl, gewisse Atmosphäre auszudrücken, ohne dass man sie verstehen muss.
Schalk trat jetzt gegen das Steinchen. „Ich überlege manchmal, ob die Einheimischen uns die Fremdheit ansehen.“
„Bestimmt!“ entgegnete Rubosch. Das Steinchen rollte auf die andere Strassenseite und blieb dort liegen.
„Ich hatte mir die Eingeborenen im Übersee ganz anders vorgestellt. Dass sie zwei Beine, Nas´ und Mund haben, das dachte ich mir schon. Aber ich hatte mir andere Kleidung und schöne Zöpfe in den Haaren ausgemalt. Aber die Menschen hier könnten genauso gut bei uns zuhause wohnen.“
Wilde und Buschmänner waren hier nicht. Da hatte Rubosch recht. Wir befanden uns in einer zivilisierten Stadt und der einzige Unterschied zwischen den Menschen hier und uns war die Sprache.
„So geniessen wir alle die Vorzüge der modernen Welt und Technik mit allen Schikanen, müssen uns untereinander jedoch mittels vorzeitlicher Zeichensprache unterhalten.“ gab Schalk zu denken.
„Hätten wir doch nur das Wörterbuch! Es war in dem anderen Koffer.“ murmelte Rubosch. Und Schalk schimpfte auch gleich: „Sehen Sie, ich sagte doch, wir hätten den anderen Koffer mitnehmen sollen!“
Aber Rubosch wehrte den Angriff sofort ab. „Das Wörterbuch befindet sich nicht im Überlebensköfferchen, sondern in einem anderen, zusammen mit weiteren nützlichen Büchern. Unter anderem auch das, in dem dies hier alles geschrieben steht.“
Überrascht betrachteten wir unsere Umgebung einschliesslich dem weiten Himmelszelt. Alles Imaginationen, die sich in einem Koffer in der Heimat befanden?
„Ach nein!“ besinnte sich Rubosch. „Es war doch nur ein Roman, den ich auf der Erholungsreise lesen wollte und der mit unserer Geschichte doch rein gar nichts zu tun hat.“
So oder so.“ mischte sich Schalk wieder ein. „Lesen können Sie den Schmöker erst wieder daheim.“
„Das ist kein Wunder, lieber Rubosch.“ schmunzelte Schalk. „Sie sind auch nicht fremd.“ Und mit einer Geste, die uns drei hervorhob fuhr er fort. „Wir sind die Fremden in diesem Land.“
Rubosch trat gegen ein Steinchen; es flog ein paar Meter, blieb liegen, bis Rubosch es einholte und erneut trat. „Aber sie sind uns fremd. Also, ich jedenfalls kenne keinen persönlich.“ Er sah jeden einzelnen der Eingeborenen, die immernoch unserem Weg folgten nacheinander an und schüttelte, um seine Aussage zu untermauern kurz den Kopf und trat wieder gegen den Stein. „Aber trotzdem sehen sie nicht fremd aus. Sie sehen tatsächlich so aus, wie wir.“ Wir blieben einen Moment stehen. Die Einheimischen sprachen in ihrer seltsamen Sprache, die wir beim besten Willen nicht verstanden.
Schalk versuchte die Zeichensprache. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten konnten die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden. So war nun dafür gesorgt, dass wir Wasser und frisches Obst bekamen. Mehr war nicht zu erwarten, wir erfuhren weder Namen noch sonst wissenswertes und auch Ruboschs Interesse für kulturelle Unterschiede konnte nicht mit den Einheimischen diskutiert werden.
Während wir weiterliefen schwärmte Rubosch für den Singsang in der Sprache der Eingeborenen und ihr Gefühl, gewisse Atmosphäre auszudrücken, ohne dass man sie verstehen muss.
Schalk trat jetzt gegen das Steinchen. „Ich überlege manchmal, ob die Einheimischen uns die Fremdheit ansehen.“
„Bestimmt!“ entgegnete Rubosch. Das Steinchen rollte auf die andere Strassenseite und blieb dort liegen.
„Ich hatte mir die Eingeborenen im Übersee ganz anders vorgestellt. Dass sie zwei Beine, Nas´ und Mund haben, das dachte ich mir schon. Aber ich hatte mir andere Kleidung und schöne Zöpfe in den Haaren ausgemalt. Aber die Menschen hier könnten genauso gut bei uns zuhause wohnen.“
Wilde und Buschmänner waren hier nicht. Da hatte Rubosch recht. Wir befanden uns in einer zivilisierten Stadt und der einzige Unterschied zwischen den Menschen hier und uns war die Sprache.
„So geniessen wir alle die Vorzüge der modernen Welt und Technik mit allen Schikanen, müssen uns untereinander jedoch mittels vorzeitlicher Zeichensprache unterhalten.“ gab Schalk zu denken.
„Hätten wir doch nur das Wörterbuch! Es war in dem anderen Koffer.“ murmelte Rubosch. Und Schalk schimpfte auch gleich: „Sehen Sie, ich sagte doch, wir hätten den anderen Koffer mitnehmen sollen!“
Aber Rubosch wehrte den Angriff sofort ab. „Das Wörterbuch befindet sich nicht im Überlebensköfferchen, sondern in einem anderen, zusammen mit weiteren nützlichen Büchern. Unter anderem auch das, in dem dies hier alles geschrieben steht.“
Überrascht betrachteten wir unsere Umgebung einschliesslich dem weiten Himmelszelt. Alles Imaginationen, die sich in einem Koffer in der Heimat befanden?
„Ach nein!“ besinnte sich Rubosch. „Es war doch nur ein Roman, den ich auf der Erholungsreise lesen wollte und der mit unserer Geschichte doch rein gar nichts zu tun hat.“
So oder so.“ mischte sich Schalk wieder ein. „Lesen können Sie den Schmöker erst wieder daheim.“
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