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Rubosch und ich spazierten durch den Park beim Anwesen und diskutierten ein mathematisches Problem, das Rubosch schon einige Zeit beschäftigte.
„Es ist ja nicht so, dass ich Mathematik nicht liebe, ganz im Gegenteil!“ bemerkte er traurig. „Es ist nur so, dass all die vielen Zahlen und Zeichen mich sehr verwirren und ich ihre Bedeutung immer gleich vergesse.“
Ich schlug ihm vor, sich solche Dinge aufzuschreiben.
„Nein nein! Das ist gegen die Berufsehre eines Mathematikers!“ wehrte er ab.
Rubosch war zwar kein Berufsmathematiker, aber irgendetwas riet mir, ihm in diesem Punkt nicht zu widersprechen.
Mit heftigem Geschrei kam Schalk aus dem Hause gerannt. Die Post sei dagewesen und wir würden nie erraten, wer geschrieben habe. Doch wir errieten es sofort. (Rubosch und Schalk bekamen nur sehr selten Post, und die des vorliegenden Absenders wurde schon seit Tagen fiebrig erwartet.)
Scholz war in Übersee angekommen und liess von sich hören.
„Beziehungsweise lesen.“ warf Schalk ein, wies auf den geöffneten Brief und reichte ihn Rubosch. Der hechelte nur: „Und? Was schreibt er? Ist er gut angekommen?“
Verlegen tastet sich Schalk die Hemdstaschen ab. „Ich habe den Brief noch nicht gelesen. Habe meine Brille verlegt.“ „Ich auch!“ prustete Rubosch sehr aufgeregt. So musste ich den Brief vorlesen.
Lieber Rubosch, lieber Schalk!
Stop! Bin gut angekommen! Stop! In Übersee! Stop! Wohne in einer gemütlichen Blockhütte am Rande eines gefährlichen Dschungels! Stop! Tolles Wetter! Stop! Ein geselliger Nachbar hat ein Boot gemietet. Machen morgen lustige Bootsfahrt! Stop! Darf den Picknickkorb nicht vergessen! Stop! Kommt mich mal besuchen! Stop! Nur nicht morgen! Stop! Da mache ich eine lustige Bootsfahrt mit meinem geselligen Nachbarn! Stop! Euer Scholz
Rubosch und Schalk tanzten vor Freude und jubelten laut. „Wir fahren nach Übersee!“ sangen sie und warfen sich anschliessend auf den weichen Rasen.
„Also doch eine Expedition.“ dachte Schalk beim Abendbrot laut. „Wie gut, dass ich schon einen Plan gemacht habe.“ „Und ich mein Schiessgewehr vom Dachboden geholt habe.“ rief Rubosch. Er hielt inne. „Ach, das hatte ich ja am nächsten Tag wieder hochgetragen. Aber ich kann es ja wieder runterholen.“
Mit betont nachdenklicher Miene plante Schalk weiter. „Vielleicht können wir auf unserer Expedition wirklich einen Schatz finden...“
„Es ist ja nicht so, dass ich Mathematik nicht liebe, ganz im Gegenteil!“ bemerkte er traurig. „Es ist nur so, dass all die vielen Zahlen und Zeichen mich sehr verwirren und ich ihre Bedeutung immer gleich vergesse.“
Ich schlug ihm vor, sich solche Dinge aufzuschreiben.
„Nein nein! Das ist gegen die Berufsehre eines Mathematikers!“ wehrte er ab.
Rubosch war zwar kein Berufsmathematiker, aber irgendetwas riet mir, ihm in diesem Punkt nicht zu widersprechen.
Mit heftigem Geschrei kam Schalk aus dem Hause gerannt. Die Post sei dagewesen und wir würden nie erraten, wer geschrieben habe. Doch wir errieten es sofort. (Rubosch und Schalk bekamen nur sehr selten Post, und die des vorliegenden Absenders wurde schon seit Tagen fiebrig erwartet.)
Scholz war in Übersee angekommen und liess von sich hören.
„Beziehungsweise lesen.“ warf Schalk ein, wies auf den geöffneten Brief und reichte ihn Rubosch. Der hechelte nur: „Und? Was schreibt er? Ist er gut angekommen?“
Verlegen tastet sich Schalk die Hemdstaschen ab. „Ich habe den Brief noch nicht gelesen. Habe meine Brille verlegt.“ „Ich auch!“ prustete Rubosch sehr aufgeregt. So musste ich den Brief vorlesen.
Lieber Rubosch, lieber Schalk!
Stop! Bin gut angekommen! Stop! In Übersee! Stop! Wohne in einer gemütlichen Blockhütte am Rande eines gefährlichen Dschungels! Stop! Tolles Wetter! Stop! Ein geselliger Nachbar hat ein Boot gemietet. Machen morgen lustige Bootsfahrt! Stop! Darf den Picknickkorb nicht vergessen! Stop! Kommt mich mal besuchen! Stop! Nur nicht morgen! Stop! Da mache ich eine lustige Bootsfahrt mit meinem geselligen Nachbarn! Stop! Euer Scholz
Rubosch und Schalk tanzten vor Freude und jubelten laut. „Wir fahren nach Übersee!“ sangen sie und warfen sich anschliessend auf den weichen Rasen.
„Also doch eine Expedition.“ dachte Schalk beim Abendbrot laut. „Wie gut, dass ich schon einen Plan gemacht habe.“ „Und ich mein Schiessgewehr vom Dachboden geholt habe.“ rief Rubosch. Er hielt inne. „Ach, das hatte ich ja am nächsten Tag wieder hochgetragen. Aber ich kann es ja wieder runterholen.“
Mit betont nachdenklicher Miene plante Schalk weiter. „Vielleicht können wir auf unserer Expedition wirklich einen Schatz finden...“
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