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Ein Hafen hat immer eine ganz besondere Atmosphäre.“ klärte Schalk uns auf. „Hier herrschen eigene Gesetze und nicht selten triffst Du einen Seemann, der sagt `Petri Heil´.“
„Ich verstehe.“ sagte Rubosch. „Da muss man sich etwas einfallen lassen, was man darauf antwortet.“
„Genau. Sonst trommelt er seine saufenden Seemannskollegen - auch Matroseln genannt - zusammen und die werfen einen ins Wasser.“
Wir schlenderten das Kai entlang und bewunderten die stolzen Schiffe, die majestätisch und erhaben hier im Hafen ruhten.
„Das sind prächtige Schiffe. Nicht umsonst hat man sie mit grossen weissen Fahnen geschmückt.“ Andächtig nahm Schalk vor einem ganz besonders eleganten Haltung an. Rubosch machte es ihm gleich, führte die Hand grüssend zur Stirn. In Gedanken an aufregende Abenteuer auf hoher See rutscht ihm ein lautes „Alle Mann an Deck!“ von der Zunge.
Und - o je - alsbald füllte sich das Deck des Schoners mit Seeleuten in Schlafanzügen. Sie rieben sich die Augen und wunderten sich, wer hier die Befehle erteilte.
Als sie Rubosch auf dem Kai sahen, der vor Schreck seine Haltung mit Militärgruss nicht verändert hatte, grüßten sie zurück.
Erleichtert aber noch immer zitternd nahm er die Hand runter. Schalk ging langsam einen Schritt zurück, grinste verlegen. Auch Rubosch begann, sich vorsichtig zu entfernen. Da rief einer der Matrosen: „Petri Heil!“
Petri Heil. Wie eine Frage, eine Aufforderung. An uns gerichtet. Was antworten? Rubosch und Schalk suchten wie immer Hilfe bei mir. Wir fürchteten das Schlimmste. Das Wasser funkelte uns nass und kalt an. Sehr bald - das war uns bewusst - würden wir in ihm landen. Der Zorn der Seeleute verdammte uns dazu. Was haben wir uns auch dabei gedacht, am Hafen entlang zu spazieren, Seeleute aus ihrem verdienten Erschöpfungsschlaf zu reissen und sie dann auch noch beleidigen. Wenn wir die Seemannsgeflogenheiten nicht kannten, so mussten wir sie wohl am eigenen Leibe erfahren.
Einer der Seeleute sagte plötzlich: „Das sind Landratten!“ Und ein anderer: „Die wissen gar nicht, was man auf `Petri Heil´ antwortet!“ Und plötzlich brachen alle in lautes Gelächter aus.
Verlegen drucksten wir uns davon. Noch von weitem war das Gelächter zu hören.
„Ich verstehe.“ sagte Rubosch. „Da muss man sich etwas einfallen lassen, was man darauf antwortet.“
„Genau. Sonst trommelt er seine saufenden Seemannskollegen - auch Matroseln genannt - zusammen und die werfen einen ins Wasser.“
Wir schlenderten das Kai entlang und bewunderten die stolzen Schiffe, die majestätisch und erhaben hier im Hafen ruhten.
„Das sind prächtige Schiffe. Nicht umsonst hat man sie mit grossen weissen Fahnen geschmückt.“ Andächtig nahm Schalk vor einem ganz besonders eleganten Haltung an. Rubosch machte es ihm gleich, führte die Hand grüssend zur Stirn. In Gedanken an aufregende Abenteuer auf hoher See rutscht ihm ein lautes „Alle Mann an Deck!“ von der Zunge.
Und - o je - alsbald füllte sich das Deck des Schoners mit Seeleuten in Schlafanzügen. Sie rieben sich die Augen und wunderten sich, wer hier die Befehle erteilte.
Als sie Rubosch auf dem Kai sahen, der vor Schreck seine Haltung mit Militärgruss nicht verändert hatte, grüßten sie zurück.
Erleichtert aber noch immer zitternd nahm er die Hand runter. Schalk ging langsam einen Schritt zurück, grinste verlegen. Auch Rubosch begann, sich vorsichtig zu entfernen. Da rief einer der Matrosen: „Petri Heil!“
Petri Heil. Wie eine Frage, eine Aufforderung. An uns gerichtet. Was antworten? Rubosch und Schalk suchten wie immer Hilfe bei mir. Wir fürchteten das Schlimmste. Das Wasser funkelte uns nass und kalt an. Sehr bald - das war uns bewusst - würden wir in ihm landen. Der Zorn der Seeleute verdammte uns dazu. Was haben wir uns auch dabei gedacht, am Hafen entlang zu spazieren, Seeleute aus ihrem verdienten Erschöpfungsschlaf zu reissen und sie dann auch noch beleidigen. Wenn wir die Seemannsgeflogenheiten nicht kannten, so mussten wir sie wohl am eigenen Leibe erfahren.
Einer der Seeleute sagte plötzlich: „Das sind Landratten!“ Und ein anderer: „Die wissen gar nicht, was man auf `Petri Heil´ antwortet!“ Und plötzlich brachen alle in lautes Gelächter aus.
Verlegen drucksten wir uns davon. Noch von weitem war das Gelächter zu hören.
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