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Fortan bewegte sich der Kapitän nicht von seinem neuen Reittier herunter. Er beschloss, die schöne Natur nur noch zu geniessen, „anstatt mich durch sie hindurch zu schinden.“ Das Schwein selbst war unbekümmert, trug den alten Mann, der wahrlich nicht wenig wog und liess sich sogar lenken: „Ein sanfter Tritt in die linke Seite und es läuft nach links, ein etwas festerer Tritt in die Rechte und wir reiten nach rechts.“ erklärte der Kapitän.
Ob es auch rückwärts konnte, fragten wir ihn, während wir ihm durch das Dickicht folgten. Nein, rückwärts wäre auch nicht vonnöten, da man sich im Urwald stets vorwärts bewegen sollte.
Rubosch bekam den Piratensäbel ausgehändigt. Weil er den Umgang mit Waffen besser kannte, durfte er nun dir Vorhut übernehmen und musste uns die Büsche aus dem Weg schneiden.
Schalk war neidisch. Immerhin hatte er die Expedition geplant. Warum durfte er nicht vorweg gehen?
Aber Rubosch beruhigte ihn wieder. „Die Befehlshaber einer Expedition dürfen nie vorne laufen. Sie müssen geschützt in der Mitte laufen. Denn die unvorhersehbaren Überraschungen fallen immer über den Vordersten herein.“
So hatte Schalk Gelegenheit, den Kapitän wenigstens über die theoretischen Aspekte einer Schatzsuche auszufragen, wenngleich dieser auch vom Erfolg eines solchen Unternehmens gar nicht überzeugt war.
„Aber es gibt doch bevorzugte Stellen, an denen sich die Suche nach einer Truhe oder ähnlichem lohnen könnte.“ wies Schalk den Kapitän hin.
Dieser stopfte sich noch eine Pfeife. „Wenn Sie wollen, sagen ich Ihnen, wie ich als erfahrener Seemann vorgehen würde, wenn ich etwas hätte, was ich verstecken wollte.“ Er sah Schalk an. „Aber das sind uralte Weisheiten, die wohl bekannt sind.“
Schalk freute sich. „Genau das will ich doch wissen.“ Er machte eine ausholende Geste, die nicht nur ihre nähere Umgebung einschloss, sondern den gesamten Urwald meinte. „Dieser Wald ist so gross, da können einfach nicht alle Geheimnisse gelüftet sein. Alles was wir brauchen ist ein wenig Glück und ihre Inspiration.“
„Und mein Schiessgewehr!“ rief Rubosch, der stehengeblieben war. Er schob den Säbel in den Gürtel und nahm das Gewehr von der Schulter.
Vor uns stand ein Tier. Es musste ein seltenes fast ausgestorbenes Tier gewesen sein. Jedenfalls kannte es keiner von uns. So wussten wir auch nicht, ob es uns gut oder böse gesinnt war.
„So oder so!“ rief Rubosch kaltblütig. „Ich knall es ab.“
Das Tier stand ein paar Meter von uns auf dem Weg und rührte sich nicht. Seine dunklen Knopfaugen sahen treu zu uns herüber. Es hatte ein gelbes Fell, schwarze Tatzen und war nicht höher als einen halben Meter. Sein Schwanz begann zu wedeln.
„Sie können doch das arme Tier nicht abschiessen. Es hat doch noch gar nichts getan.“ sagte Scholz.
Rubosch liess das Tier nicht aus dem Visier. „Man weiss nie, als was sich die Wildnis letztlich entpuppt. Wenn Du nicht schnell bist kann´s um Dich geschehen sein.“ antwortete Rubosch.
„Neulich sagten Sie aber noch, dass Sie nicht auf Tiere schiessen, wenn sie nicht blutrünstig sind.“ argumentierte Scholz.
Rubosch sah in eine andere Richtung, um kurz nachzudenken, hielt aber die Flinte weiterhin auf das Tier gerichtet.
Der Kapitän wies Schalk jetzt an, mit dem Säbel einen anderen, einen Umweg über das Tier einzuschlagen, das sich ja doch nicht bewegte. Rubosch zielte wieder, jederzeit zum Schuss bereit, während wir anderen Schalks Umweg folgten. Rubosch kam als letztes, den Rücken freihaltend hinterher.
„Ich hätte auch nicht auf das Tier geschossen.“ resümierte Rubosch später. „Ich hatte vor, knapp daneben zu treffen, um das Tier zu verschrecken, wäre es wirklich zu einem Angriff gekommen.
Falsch wäre es gewesen, das Gewehr wieder runterzunehmen. Das hätte Einsicht und Schwäche deutlich gemacht. Und das nützt jedes Tier - ob gut oder böse - zu seinem Vorteil aus.“
Der Kapitän nickte. Auch wir anderen gaben Rubosch recht. So gut wir den Freund auch kannten, diese harte Seite hatten wir noch nicht erlebt. Dass Rubosch seine Ziele auch durchsetzen konnte liess ihn in einem anderen Licht dastehen.
Ob es auch rückwärts konnte, fragten wir ihn, während wir ihm durch das Dickicht folgten. Nein, rückwärts wäre auch nicht vonnöten, da man sich im Urwald stets vorwärts bewegen sollte.
Rubosch bekam den Piratensäbel ausgehändigt. Weil er den Umgang mit Waffen besser kannte, durfte er nun dir Vorhut übernehmen und musste uns die Büsche aus dem Weg schneiden.
Schalk war neidisch. Immerhin hatte er die Expedition geplant. Warum durfte er nicht vorweg gehen?
Aber Rubosch beruhigte ihn wieder. „Die Befehlshaber einer Expedition dürfen nie vorne laufen. Sie müssen geschützt in der Mitte laufen. Denn die unvorhersehbaren Überraschungen fallen immer über den Vordersten herein.“
So hatte Schalk Gelegenheit, den Kapitän wenigstens über die theoretischen Aspekte einer Schatzsuche auszufragen, wenngleich dieser auch vom Erfolg eines solchen Unternehmens gar nicht überzeugt war.
„Aber es gibt doch bevorzugte Stellen, an denen sich die Suche nach einer Truhe oder ähnlichem lohnen könnte.“ wies Schalk den Kapitän hin.
Dieser stopfte sich noch eine Pfeife. „Wenn Sie wollen, sagen ich Ihnen, wie ich als erfahrener Seemann vorgehen würde, wenn ich etwas hätte, was ich verstecken wollte.“ Er sah Schalk an. „Aber das sind uralte Weisheiten, die wohl bekannt sind.“
Schalk freute sich. „Genau das will ich doch wissen.“ Er machte eine ausholende Geste, die nicht nur ihre nähere Umgebung einschloss, sondern den gesamten Urwald meinte. „Dieser Wald ist so gross, da können einfach nicht alle Geheimnisse gelüftet sein. Alles was wir brauchen ist ein wenig Glück und ihre Inspiration.“
„Und mein Schiessgewehr!“ rief Rubosch, der stehengeblieben war. Er schob den Säbel in den Gürtel und nahm das Gewehr von der Schulter.
Vor uns stand ein Tier. Es musste ein seltenes fast ausgestorbenes Tier gewesen sein. Jedenfalls kannte es keiner von uns. So wussten wir auch nicht, ob es uns gut oder böse gesinnt war.
„So oder so!“ rief Rubosch kaltblütig. „Ich knall es ab.“
Das Tier stand ein paar Meter von uns auf dem Weg und rührte sich nicht. Seine dunklen Knopfaugen sahen treu zu uns herüber. Es hatte ein gelbes Fell, schwarze Tatzen und war nicht höher als einen halben Meter. Sein Schwanz begann zu wedeln.
„Sie können doch das arme Tier nicht abschiessen. Es hat doch noch gar nichts getan.“ sagte Scholz.
Rubosch liess das Tier nicht aus dem Visier. „Man weiss nie, als was sich die Wildnis letztlich entpuppt. Wenn Du nicht schnell bist kann´s um Dich geschehen sein.“ antwortete Rubosch.
„Neulich sagten Sie aber noch, dass Sie nicht auf Tiere schiessen, wenn sie nicht blutrünstig sind.“ argumentierte Scholz.
Rubosch sah in eine andere Richtung, um kurz nachzudenken, hielt aber die Flinte weiterhin auf das Tier gerichtet.
Der Kapitän wies Schalk jetzt an, mit dem Säbel einen anderen, einen Umweg über das Tier einzuschlagen, das sich ja doch nicht bewegte. Rubosch zielte wieder, jederzeit zum Schuss bereit, während wir anderen Schalks Umweg folgten. Rubosch kam als letztes, den Rücken freihaltend hinterher.
„Ich hätte auch nicht auf das Tier geschossen.“ resümierte Rubosch später. „Ich hatte vor, knapp daneben zu treffen, um das Tier zu verschrecken, wäre es wirklich zu einem Angriff gekommen.
Falsch wäre es gewesen, das Gewehr wieder runterzunehmen. Das hätte Einsicht und Schwäche deutlich gemacht. Und das nützt jedes Tier - ob gut oder böse - zu seinem Vorteil aus.“
Der Kapitän nickte. Auch wir anderen gaben Rubosch recht. So gut wir den Freund auch kannten, diese harte Seite hatten wir noch nicht erlebt. Dass Rubosch seine Ziele auch durchsetzen konnte liess ihn in einem anderen Licht dastehen.

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