29.12.05

30

Sie waren noch immer in ihr Gespräch versunken, als der Kapitän bemerkte, dass die Expeditionsteilnehmer ihre Marschreihenfolge nicht mehr einhielten.
Schalk hatte noch so viele Fragen, wurde aber auf seinen Platz weiter hinten verwiesen. Von dort sah er zu, wie Scholz nun der Gesprächspartner des Kapitäns war. Der kam erst jetzt richtig in Fahrt und erzählte für Schalk akkustisch kaum verstehbar die tollsten Abenteuer.

„Nehmen Sie´s sich nicht zu Herzen.“ riet Rubosch. „Ich habe das gefühl, manchmal übertreibt der Kapitän ein wenig. Schlimm ist das nicht. Im Gegenteil. Wir mögen es ja so spannend lieber.
Ausserdem wiederholt er jede dritte Geschichte und man weiss meistens schon, wie sie ausgeht.“
„Und er verknüpft die Elemente.“ analysierte Schalk jetzt mit. „Nach grossen Seeschlachten folgt meistens ein gefährlicher Sturm und bei Flaute lauert öfters ein unheimliches Seeungeheuer unter dem Schiff.“
Rubosch kicherte. „Alle Mann an Deck!“ brummelte er leise, den Kapitän nachahmend. Schalk schnappte sich lachend einen Stock vom Boden und schwang ihn synchron zum Säbelschlag des Kapitän, der weiter vorne das Buschwerk zu einer Schneise zerschnitt.